Fundierte Erkenntnisse für sichere und intuitive Bediensysteme
Die menschzentrierte Entwicklung moderner Medizinprodukte erfordert ein realistisches Verständnis dafür, wie medizinische Fachkräfte und Anwender Produkte im klinischen Alltag oder zuhause tatsächlich nutzen. Neben funktionalen Anforderungen prägen insbesondere Zeitdruck, parallele Tätigkeiten, wechselnde Umgebungsbedingungen und Stresssituationen die Nutzung maßgeblich.
Im Human‑Centered‑Design‑Prozess (HCD) entstehen auf dieser Basis belastbare Erkenntnisse, die Entwicklungs‑ und Designentscheidungen gezielt absichern helfen. Gleichzeitig lassen sich anwendungsbedingte Risiken frühzeitig erkennen und im weiteren Entwicklungsverlauf systematisch adressieren.
UX Research unterstützt Hersteller dabei, diese Nutzungskontexte frühzeitig mittels Interviews oder Hospitationen sichtbar zu machen. Durch praxisnahe Studien im Kontext der Nutzergruppen identifizieren wir relevante Nutzungssituationen, typische Bedienhürden sowie klinisch kritische Entscheidungssituationen.
UX Research macht reale Nutzungssituationen im klinischen oder häuslichen Alltag frühzeitig sichtbar. Dadurch lassen sich Nutzungsschwierigkeiten, Belastungssituationen und klinisch relevante Entscheidungsfelder gezielt identifizieren und berücksichtigen.
Reale Nutzung im klinischen oder häuslichen Alltag
Typische Fragestellungen in UX-Research-Projekten sind unter anderem:
Wo entstehen Risiken, Unsicherheiten oder Missverständnisse in der Nutzung?

Nutzungskontext‑Analysen betrachten Medizinprodukte in ihrer realen Einsatzumgebung mittels Hospitationen, z. B. Klinik, OP, Notaufnahme, Labor oder Home‑Use.
Explorative und formative Studien untersuchen frühe Konzepte, Prototypen oder Nutzungsideen.
Sie dienen vor allem der frühen Identifikation von Nutzungshürden, Unklarheiten und Risiken. Somit streben Sie Produktoptimierungen an.
Sie unterstützen dabei, Annahmen zu überprüfen und relevante Anforderungen frühzeitig zu identifizieren.
Fokusgruppen ermöglichen den strukturierten Austausch mit medizinischen Fachkräften oder Lay Users zu Nutzungsszenarien, Konzepten oder frühen Lösungsansätzen innerhalb einer heterogenen Gruppe.
Unsere UX Research Projekte orientieren sich konsequent an der realen klinischen Praxis. Arbeitsabläufe, Zeitdruck, parallele Aufgaben und organisatorische Rahmenbedingungen fließen systematisch in die Analyse ein.
Unsere UX‑Research‑Arbeit erfolgt vor dem Hintergrund regulatorischer Anforderungen wie IEC 62366‑1 (MDR) und relevanter Human Factors Guidance (z. B. FDA).
Die Ergebnisse werden nachvollziehbar aufbereitet und sind anschlussfähig für weiterführende Entwicklungs‑ und Zulassungsprozesse.
UX Research Ansatz gemeinsam abstimmen
Gerne besprechen wir, wie UX Research sinnvoll in Ihr Projekt integriert werden kann.
UX Research liefert Klarheit für frühe Entwicklungsentscheidungen.
Strukturiert | Transparent | DSGVO‑konform | Regulatorisch anschlussfähig
Klinische Expertise ist entscheidend, um Nutzungssituationen, Arbeitsabläufe und Entscheidungsprozesse in der Medizintechnik realistisch einzuordnen. Nur mit fundiertem Verständnis klinischer Praxis lassen sich Nutzungskontexte, Risiken und sicherheitsrelevante Interaktionen korrekt bewerten.
UX Research mit klinischem Hintergrund zeigt, wie Medizinprodukte unter realen Bedingungen eingesetzt werden – insbesondere dort, wo Zeitdruck, Ablenkung oder parallele Aufgaben zu kritischen Nutzungssituationen führen können. Erfahren Sie mehr zu unseren Rekrutierungsmöglichkeiten.

„Wir arbeiten mit hoher Präzision und gleichzeitig mehreren Geräten. Kleine Unklarheiten fallen im Alltag oft nicht auf – bis man sie im Rahmen einer Studie bewusst betrachtet. Das ist unglaublich wertvoll.“
Dr. med. Thomas K.

„Wenn ich in mitten der Behandlung bin, muss jede Anzeige eindeutig und jede Handlung sicher ausführbar sein. UX Research macht sichtbar, welche Details im Alltag wirklich kritisch sind.“

„In der Herzchirurgie ist die Zeitkritikalität extrem. Wenn die Bedienung nicht sitzt, kostet das Sekunden – und die können relevant sein.“
Sabine R.

„Am Tisch habe ich keine Hand frei und keine Zeit zum Nachdenken. Research zeigt klar, welche Schritte intuitiv sein müssen und wo die Abläufe heute noch unnötige Hürden haben.“
Michael S.
Fachpflegekraft OP / Scrub Nurse

Daniel W.
4.6/5
Sterne aus Kundenbewertungen | basierend auf 50+ UX Research Projekten

In diesem FAQ beantworten wir die wichtigsten Fragen zu unseren UX-Research-Leistungen, zum Ablauf und zu den Besonderheiten, auf die es für eine erfolgreiche Planung ankommt. So finden Sie schnell die Informationen, die für Ihre Entscheidung relevant sind.
UX Research bezeichnet die systematische Untersuchung realer Nutzungssituationen von Medizinprodukten im klinischen Alltag. Ziel ist es, frühzeitig zu verstehen, wie medizinische Fachkräfte und Anwender Geräte und Systeme tatsächlich nutzen, welche Herausforderungen auftreten und wo Entscheidungen, Abläufe oder Interaktionen kritisch werden können. Durch gezielte Rekrutierung realer Anwender wird deren Einbindung in die Produktentwicklung ermöglicht. UX Research liefert damit nutzerbasierte Erkenntnisse als Grundlage für Entwicklungs‑ und Designentscheidungen.
UX Research liefert frühe, explorative und formative Erkenntnisse zur Nutzung von Medizinprodukten. Der Fokus liegt auf Verstehen, Beobachten und Einordnen realer Nutzungssituationen. Usability Engineering hingegen ist ein strukturierter, regulatorisch definierter Prozess mit dem Ziel der formalen Bewertung und Gebrauchstauglichkeitsvalidierung gemäß IEC 62366‑1. UX Research unterstützt und ergänzt diesen Prozess, ersetzt jedoch keine Validierung.
Typische Fragestellungen sind unter anderem:
UX Research macht diese Aspekte sichtbar und unterstützt fundierte Entwicklungsentscheidungen.
Je nach Fragestellung und Entwicklungsphase kommen unter anderem folgende Formate zum Einsatz:
Die Auswahl erfolgt stets projekt‑ und kontextspezifisch.
UX Research für Medizinprodukte bei USE‑Ing. ist für nationale und internationale Entwicklungsprojekte skalierbar. Studien können vor Ort, remote oder hybrid durchgeführt werden und berücksichtigen unterschiedliche Nutzungskontexte, Arbeitsabläufe und organisatorische Rahmenbedingungen in verschiedenen Ländern und Versorgungssystemen.
Je nach Produkt und Anwendung werden unterschiedliche Nutzergruppen berücksichtigt, z. B.:
Die Auswahl orientiert sich an realen Nutzungsszenarien und dem vorgesehenen Anwenderkreis welche für den UX Research für Medizinprodukte relevant sind.
UX Research ist ein zentraler Bestandteil des Human Factors Engineering (HFE) bei der Entwicklung von Medizinprodukten. Während UX Research Nutzerverhalten, Anforderungen und Nutzungskontexte untersucht, stellt Human Factors Engineering sicher, dass diese Erkenntnisse normkonform (z. B. gemäß IEC 62366 oder FDA-Guidelines) in die Produktentwicklung einfließen. Besonders für Zulassungsprozesse spielt die enge Verzahnung von UX Research und Human Factors eine entscheidende Rolle, da formativ und summativ erhobene Daten direkt in die Risikoanalyse und Usability Engineering File eingehen. Mehr dazu unter Human Factors & Ergonomics.
Ja – neben der operativen Durchführung von UX Research bieten wir auch praxisnahe Trainings und Workshops an. Diese richten sich insbesondere an Teams aus MedTech und Digital Health, die UX Research Methoden eigenständig und normkonform im Entwicklungsprozess anwenden möchten.
Die Trainings umfassen unter anderem:
– Planung und Durchführung von Usability Tests
– Human Factors & regulatorische Anforderungen (MDR, IEC 62366, FDA)
– Integration von UX Research in Entwicklungsprozesse
Mehr Informationen zu Inhalten und Formaten finden Sie in unserer UX Engineering Academy.